Der Kalligraph des Bischofs: Das frühe Mittelalter im Zeichen des Glaubens

Vorgestellt von Michael

Im Frühjahr 2016 erschien die überarbeitete Auflage des Erstlingswerkes von Titus Müller aus dem Jahre 2002. Das wundervoll gestaltete Cover mit dem Bild eines mittelalterlichen Buchlesers sowie die Blumenranken lockten mich.

Turin als Spielort, das 9. Jahrhundert und der helle, eher feminin wirkende Einband ließen mich hoffen, ein leichtes, romantisches Szenarium zu erleben. Allerdings bekam ich nicht, was ich erwartet habe, aber ich lernte etwas Neues über den Beginn der Waldenserbewegung.

Mein Fazit: Leser ruhiger, historisch interessanter Geschichten werden ihre Freude haben. Halten Sie die ersten Seiten durch, es lohnt sich. Für Leser, die sich für die religiösen Entwicklungen um das Häretikertum interessieren, ist das Buch ein Muss.


Über den Autor:

Titus Müller, geboren 1977, studierte Literatur, Mittelalterliche Geschichte, Publizistik und Kommunikationswissenschaften. Mit 21 Jahren gründete er die Literaturzeitschrift Federwelt. Seine historischen Romane begeistern viele Leser. Titus Müller ist Mitglied des PEN-Club und wurde u.a. mit dem C. S.-Lewis-Preis und dem Sir-Walter-Scott-Preis ausgezeichnet.

Aus dem Klappentext:

Turin im 9. Jahrhundert: Während die Stadt von den Sarazenen bedroht wird, wird der Westgote Claudius dorthin als neuer Bischof entsandt. Er nimmt Germunt an seinen Hof, einen Gelehrten, der in der Stadt Zuflucht vor seinen Bluträchern gesucht hat. Germunt bekommt die Erlaubnis, in den sieben freien Künsten zu unterrichten, und gerät bald in den Bann des Schreibens wie der Liebe, dringt tiefer in die Geheimnisse der Kalligraphie ein und muss eines Tages seine Kunst anwenden, um Leben zu retten.

 Autor: Titus Müller

Umfang: 432 Seiten

Erscheinungsdatum: 11. April 2016

Erschienen im: Heyne Verlag

Preis: 9,99 €

ISBN: 978-3-453-47137-5

Musik: Mala Punica  – GIOVINE VAGHA / AMOR C’AL TUO SUGETTO