Maritime

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Hier ein spannendes Album für Fans von Braid, The Get Up Kids, den alten Death Cab For Cutie Platten und Rainer Maria: Maritime (Ex-The Promise Ring) veröffentlichen am 16. Oktober 2015 ihr neues Album „Magnetic Bodies / Maps Of Bones“ auf Grand Hotel van Cleef / Indigo

120065754_MJS_MARITIME_WALL_COLOR_FULL_24407042Alles beginnt mit einem Orgelton, langsam anschwellend, dann Leslie-Effekt, beinahe sakral, und – zack – Schlagzeug, und die erste sehnsüchtig melancholische Gitarrenmelodie. „What wakes you up in the night?“
Davey von Bohlen und Dan Didier machen jetzt genau seit 20 Jahren gemeinsam Musik. Mit The Promise Ring waren sie eine der Bands, die immer im Zusammenhang genannt werden müssen, wenn über die Wegbereitung von Emo zu Indie gesprochen wird. Mit Maritime haben sie das Feld des letzten The Promise Ring Albums „Wood/Water“ immer weiter beackert, angekommen in der (Gitarren-) Popmusik.
Und so ist sie beinahe greifbar, diese Zufriedenheit, die herauszuhören ist. Zufrieden damit,
gefunden zu haben, was man machen möchte, wo man sich wohlfühlt. Das ist das 5. Album
von Maritime. Erwachsen, fast abgeklärt. Dabei strotzt es vor Spielfreude, haut in jedem
Song mindestens eine Melodie raus, die bleiben will. Strahlt einen jugendlichen Charme aus.
Mal mit 80er Keyboardmelodien und Synthieflächen, dem dazugehörigen, entfernt an Phil
Collins „You can’t hurry Love“ (ja, die Coverversion) erinnernden Bass in der 1. Single
„Satellite Love“. Wird ungestüm, wie in „Roaming Empire“, wenn die verzerrte Gitarre den
vermeintlich ins plätschern zu verebbenden Song rumreißt – genau in dem Moment, wenn
man denkt: „genug Pretenders“. Gitarren wie aus Arpeggiatoren ergänzen sich mit Synthies,
verweben zu schwirrenden Klangteppichen. Und doch bleibt es immer ganz klar eine
Gitarrenplatte, die entsprechend den Übergang von Pop zu Rock verschwimmen lässt.
Vielleicht hat man sich irgendwann einmal Gedanken gemacht, wie Musik klingen muss,
wenn man es schaffen will, wenn man verkaufen will, große Säle, viele Menschen erreichen,
das liegt zurück. Maritime scheinen jeden Druck abgeschüttelt zu haben, lassen mit einer
Leichtigkeit einfach los und sind eine Band bei der man das Gefühl hat, sie macht das alles,
weil es in ihnen steckt und weil es nur eins muss: raus.
Collins „You can’t hurry Love“ (ja, die Coverversion) erinnernden Bass in der 1. Single
„Satellite Love“. Wird ungestüm, wie in „Roaming Empire“, wenn die verzerrte Gitarre den
vermeintlich ins plätschern zu verebbenden Song rumreißt – genau in dem Moment, wenn
man denkt: „genug Pretenders“. Gitarren wie aus Arpeggiatoren ergänzen sich mit Synthies,
verweben zu schwirrenden Klangteppichen. Und doch bleibt es immer ganz klar eine
Gitarrenplatte, die entsprechend den Übergang von Pop zu Rock verschwimmen lässt.
Vielleicht hat man sich irgendwann einmal Gedanken gemacht, wie Musik klingen muss,
wenn man es schaffen will, wenn man verkaufen will, große Säle, viele Menschen erreichen,
das liegt zurück. Maritime scheinen jeden Druck abgeschüttelt zu haben, lassen mit einer
Leichtigkeit einfach los und sind eine Band bei der man das Gefühl hat, sie macht das alles,
weil es in ihnen steckt und weil es nur eins muss: raus.

 

11103171_1063558133661345_5486975710210143427_oDie Texte von Davey von Bohlen sind Poesie, lesen sich wie ein Traum, Worte finden zueinander, bilden Konstellationen miteinander, die vorerst befremdlich wirken, surreal, sich aber mit der Musik verbinden, sich immer wieder mit der flirrenden Gitarre von Dan Hintz in
ein Wechselspiel begeben. Düsternis schwingt darin, Romantik und ein Hauch von kindlicher Naivität, die Davey van Bohlen sich trotzig bewahrt hat.
Maritime schaffen es mit „Magnetic Bodies / Maps of Bones“ frischer zu klingen denn je, leidenschaftlich, energetisch und selbstbewusst, so wie man sich selbstbewusst hinstellen kann, wenn man weiß, dass das was man macht sich richtig anfühlt.
Alles beginnt mit einem Orgelton und klingt mit einer Gitarre aus.
TRACKLISTING:

01. Nothing Is Forgot

02. Satellite Love

03. Roaming Empire

04. Light You Up

05. War Tattoos

06. Drinking Peru

07. Collar Bones

08. Inside Out

09. Love You In The Dark

10. When The Bone Moon Dies

 

Websites:

FaceBook| Maritime

maritimesongs.com

 

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