Black Sabbath: 13

Black Sabbath: 13

Sie sind zurück: Ozzy Osbourne, Tony Iommi und „Geezer“ Butler alias Black Sabbath. Das lang erwartete neue Album ist da. 13 heißt es, und ich muss sagen, ein wenig enttäuscht bin ich schon. Die Urgesteine des Metals, diejenigen, die den Metal geprägt haben, würden, so war es angekündigt, an die gute alte Zeit anknüpfen. Bei einigen Songs mag dies ansatzweise gelingen, doch insgesamt bleibt meine Begeisterung aus. Es gibt auf dem Album zwei ursprüngliche Metalsongs im Stile der Band, wobei der zähe Groove von Nummern wie „Loner“ oder „Age Of Reason“ ins Ohr geht. In Songs wie den im Vorfeld veröffentlichtem „God Is Dead?“ oder dem abschließendem „Dear Father“ lässt sich die Band sehr, sehr viel Zeit, um in Fahrt zu kommen, was allerdings durch die Stücke wie „Zeitgeist“ oder „Live Forever“ ausgeglichen wird.

Von den meisten Songs habe ich wesentlich mehr erwartet. Beim Schlagzeug fehlt die Power, die Energie. Die Frage ist nicht, ob Tony Iommi gute Songs geschrieben hat oder ob Rick Rubin einen entsprechenden Sound geschustert hat, sondern ob sie die Metalwelt noch genauso zu fesseln vermögen wie früher. Auch ein Ozzy Osbourne hat stimmlich schon mehr geboten. Dies ist bei seiner Lebensweise nicht überraschend, was jedoch nicht als Entschuldigung gelten kann. Wie dem auch sei, es hätte auch schlimmer ausgehen können. Die Urgesteine des Heavy Metals liefern ein Album ab, das man sich anhören kann, ob es nun unbedingt nötig war, das zu beurteilen bleibt jedem einzelnem selbst überlassen.

Line-Up:
Ozzy Osbourne – Vocals
Toni Iommi – Guitar
Geezer Butler – Bass
Brad Wilk – Drums

Bilder von der offiziellen Black Sabbath – Seite und von Universal Music
Ein ganz andere Meinung bei Focus online. Ich bin gespannt auf Euer Feedback!

Trackliste:
01. End Of The Beginning
02. God Is Dead?
03. Loner
04. Zeitgeist
05. Age Of Reason
06. Live Forever
07. Damaged Soul
08. Dear Father